Krefeld/Mönchengladbach | 15.02.2012

Für viele Unternehmen ist der Weg zur Behörde nur ein Schritt an die Tastatur (foto: Katharina Bregulla).
73 Prozent der Unternehmen nutzen den PC und das Internet, anstatt ins Amt zu gehen
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nutzten im Jahr 2010 bereits 73 Prozent der Unternehmen mit Internetzugang in Deutschland die Möglichkeit, ihre Behördenangelegenheiten online zu erledigen. Damit ist der Anteil der E-Government-Nutzer im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozentpunkte gestiegen.
Kleine Unternehmen auf dem Online-Vormarsch
Kleinere Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten kommunizieren immer häufiger auf elektronischem Wege mit der öffentlichen Verwaltung. Hier stieg der Anteil von 49 Prozent im Jahr 2009 auf 72 Prozent im Jahr 2010. Bei den Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten ist E-Government allerdings noch stärker verbreitet: Im Jahr 2010 nahmen bereits 82 Prozent dieser Unternehmen elektronische Verwaltungsdienste in Anspruch.
Unternehmen nutzen das Internet häufig dazu, um Behörden Daten zuzusenden: Im Jahr 2010 meldeten beispielsweise 57 Prozent aller Unternehmen mit Internetanschluss in Deutschland ihre sozialversicherungsrelevanten Daten elektronisch, 49 Prozent ihre Umsatz- und 25 Prozent ihre Körperschaftsteuererklärung.
Bedenken und Komplexität
Auch wenn die Akzeptanz elektronischer Verwaltungsdienste bei Unternehmen insgesamt gestiegen ist, sind noch nicht alle Barrieren und Bedenken beseitigt: 37 Prozent der Unternehmen gaben an, dass nach wie vor die persönliche Anwesenheit oder eine handschriftliche Signatur im Briefverkehr erforderlich sei. 36 Prozent der Unternehmen nutzten elektronische Verwaltungsdienste nur eingeschränkt, da sie Sicherheitsbedenken hatten. Das fehlende Wissen über die Verfügbarkeit elektronischer Verfahren der öffentlichen Hand nannten 30 Prozent der Unternehmen als Hinderungsgrund. Einem Viertel der Unternehmen waren die E-Government-Angebote zu zeitaufwändig oder zu kompliziert.
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