Förderprogramme

DEG begleitet 100 Mittelständler

Köln/Leverkusen | 15.02.2012

Mit einer Abwasseraufbereitungsanlage unterstützt AWAS in einem Pilotprojekt die Trinkwasserversorgung in Ghana (foto: DEG)
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Mit einer Abwasseraufbereitungsanlage unterstützt AWAS in einem Pilotprojekt die Trinkwasserversorgung in Ghana (foto: DEG)

2011 hat die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft Projekte mittelständischer Unternehmen in Entwicklungsländern mit bis zu 25 Millionen Euro gefördert.

Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) unterstützt Unternehmen, die in Schwellen- und Entwicklungsländern investieren. 2011 förderte die DEG über 100 Mittelständler bei solchen Bau- und Projektvorhaben, meist mit langfristigen Finanzierungen. Die Entwicklungsbank berät Firmen bei der Risikoanalyse und der Projektentwicklung. Experten helfen bei der Planung und Strukturierung der Investitionsvorhaben, prüfen Businesspläne und unterstützen bei der Beurteilung lokaler Partner. Möchte das Unternehmen erst den neuen Markt testen, unterstützen Fördergelder für Machbarkeitsstudien oder Pilotanlagen das Vorhaben.

Das Angebot richtet sich dabei an alle deutschen Unternehmen, insbesondere an den Mittelstand. Pro Vorhaben stellt die Gesellschaft der KfW Bankengruppe meist Finanzierungsbeträge mit einem Volumen von bis zu 25 Millionen Euro bereit. Auch kleinere Investitionen können mitfinanziert werden. Voraussetzung ist, dass die Vorhaben entwicklungspolitisch und betriebswirtschaftlich sinnvoll sind.

Familienunternehmen expandiert mit DEG Darlehen in Ägypten

Auch der deutsche Folienhersteller RKW SE (RKW) investierte mit einem DEG Darlehen in einen neuen Produktionsstandort in Ägypten. Das mittelständische Familienunternehmen ist ein weltweit führender Hersteller von Folien- und Vliesstoffen und wichtiger Zulieferer in der Hygienebranche. In Nordafrika und im Nahen Osten gibt es noch Nachholbedarf in der Versorgung mit Hygieneartikeln und eine entsprechend wachsende Nachfrage. RKW baute deshalb 2011 einen Produktionsstandort in Ägypten. Der größte Abnehmer von RKW-Folien befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der neuen Produktionsstätte.

Die DEG finanzierte mit einem langfristigen US Dollar-Darlehen den Bau der Anlage mit. Damit ermöglicht sie dem deutschen Mittelständler neue Märkte in Ägypten zu erschließen. In der neuen Produktionsstätte bilden derzeit Fachkräfte aus den deutschen Standorten die einheimischen Mitarbeiter aus, das Unternehmen bereitet den Anlauf der Serienfertigung vor. Durch das Investitionsvorhaben werden Nettodevisen in Höhe von über zehn Millionen Euro und Staatseinnahmen von 650.000 Euro pro Jahr erzielt werden.

Sechs Millionen Euro für Windkraft in Lateinamerika

Gleich zwei DEG-Darlehen unterstützen den auf Windkraftanlagen spezialisierten Projektentwickler SoWiTec aus Baden-Württemberg. Mit sechs Millionen Euro werden nun Windprojekten in Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko, Peru und Uruguay umgesetzt. Damit wird die deutsche Beteiligung an erneuerbaren Energieprojekte in Lateinamerika gestärkt. SoWiTec profitiert nach eigenen Angaben auch von den Vor-Ort-Kontakten der DEG. Mit den neuen Anlagen, die eine Gesamtpipeline von mehreren tausend Megawatt umfassen, ist SoWiTec auf die stark wachsende Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energien vorbereitet. Dadurch will das Unternehmen seine führende Stellung im lateinamerikanischen Markt sichern.

Deutsche Umwelttechnik kommt in Ghana zum Einsatz

Mit deutscher Hilfe sollen industrielle Abwässer in Ghana künftig gezielt aufbereitet werden, dafür baut der deutsche Mittelständler AWAS International GmbH eine Demonstrationsanlage im Zentrum von Ghana. Die DEG fördert den Bau mit 200.000 Euro aus Mitteln des develoPPP.de-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). AWAS steuert 203.500 Euro zu dem Vorhaben bei.

Für die ghanaische Trinkwasserversorgung werden in der Regel offene Wasserreservoire genutzt, in die auch industrielle Abwässer fließen. Klärtechnik ist nur selten vorhanden. Hier setzt das Vorhaben von AWAS an: Das Unternehmen installiert bei dem ghanaischen Speiseölproduzenten Ghana Nuts Limited (GNL) eine beispielhafte Anlage zur Abwasserbehandlung. Diese bereitet die rund 60.000 Liter Abwasser, die täglich anfallen, auf und führt sie größtenteils wieder in den Produktionsprozess zurück. GNL-Mitarbeiter werden in Betrieb und Wartung der Anlage geschult, um diese auch eigenständig weiter nutzen zu können.

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